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28.06.2010, 08:49 Uhr | Übersicht | Drucken
Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung Marburg-Biedenkopf Stefan Heck: Stromnetzkonzessionen nicht zum Spielball rot-grüner Vetternwirtschaft machen!

Marburg. Mit großer Verwunderung reagierte der Kreisvorsitzende der Kommunalpolitischen Verei-nigung (KPV) der CDU Marburg-Biedenkopf, Stefan Heck, auf die gemeinsame Presseerklärung des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Sören Bartol und des Grünen-Kreisvorstandssprechers Matthias Kno-che. Beide hatten die Entscheidung der Lahntaler Gemeindevertretung, das Stromnetz zurückzukau-fen und gemeinsam mit den Marburger Stadtwerken zu betreiben, euphorisch begrüßt.


„Ich bin ausgesprochen verwundert, dass die Entscheidung der Lahntaler Kommunalpolitiker jetzt zum Spielball parteipolitischer Auseinandersetzungen auf Kreisebene werden soll“, erklärt Heck. Bartol und Knoche täten damit auch ihren Parteifreunden in Lahntal keinen Gefallen. „Es ist seit Jahren guter Brauch, dass sich die Vorsitzenden der Kreisparteien aus der Kommunalpolitik in den Gemein-den weitgehend heraushalten. Dadurch ist in vielen Gemeinden eine konstruktive und überparteili-che Zusammenarbeit möglich“, so Heck.
Derzeit beraten überall im Landkreis die Gemeindevertreter über die Vergabe der Stromnetzkonzes-sionen. „Die Bewertung ist sehr komplex und alle Angebote haben Vor- und Nachteile. Als KPV-Kreisvorsitzender weiß ich, dass sich die Kommunalpolitiker sehr gewissenhaft und intensiv mit der Materie beschäftigen“, erläutert Heck. „Da bedarf es keine Belehrungen von außerhalb!“.
Es sei bekannt, dass der stellvertretende SPD-Bezirksvorsitzende Norbert Schüren Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg ist. „Die Vergabe der Stromnetzkonzessionen durch die Gemeinden ist eine millionenschwere und zentrale Entscheidung für die nächsten zwanzig Jahre.  Es wäre fatal, wenn durch die Intervention von Bartol und Knoche jetzt der Eindruck rot-grüner Vetternwirtschaft zugunsten ihres Parteifreundes Schüren entstünde“, so Heck abschließend.



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